ETF Blase – Warum ETFs scheitern werden! 9 Gründe warum Sie kein ETF kaufen sollten!

In diesem Beitrag möchte ich meine Meinung zum Scheitern von ETF‘s erläutern. Mir ist bewusst, dass viele pro ETF’s eingestellt sind. Ich grundsätzlich auch, jedoch glaube ich, dass ETF’s langfristig zu scheitern drohen. Hier beschreibe warum.

1. ETF Blase – Ein ETF ist ein Produkt einer Firma

BlackRock vertreibt unter anderem das Produkt iShares. Es gibt’s unterschiedliche iShares auf bestimmte Indices. Mit dem Kauf eines iShares macht man sich von BlackRock abhängig. BlackRock oder die Firma MSCI können einfach die Spielregeln für z.B. iShares MSCI World ändern.
z.B.

  1. BlackRock erhöht die Gebühren.
  2. Aus einem physikalischen EFT wird ein Swap ETF gemacht
  3. Ein thesaurierender ETF wird auf ausschüttend ETF geändert.
  4. BlackRock zieht mit dem ETF. z.B. von Irland nach Zypern.
  5. MSCI ändert die Länderauswahl. Man kauft ein Produkt einer Firma die sich nach dem Kauf ändern könnte. Sie müssen die Spielregeln anerkennen, andernfalls kann man nur die ETF‘S verkaufen.

Man kauft ein Produkt einer Firma die sich nach dem Kauf ändern könnte. Man muss die Spielregeln anerkennen, andernfalls kann man nur die ETF‘S verkaufen.  

2. ETF Blase -Marktkapitalisierungsblase

Beim “iShares Core MSCI World UCITS ETF“ kauft man ein Produkt, welches ca. 1600 unterschiedliche Firmen beinhaltet.  Das Problem ist, dass die Aktien nach der aktuellen Marktkapitalisierung ausgewählt werden. Der Nachteil ist, dass die Marktkapitalisierung ein schlechtes Kriterium ist, weil Unternehmen an Wert verlieren können und dadurch droht ein hoher Verlust wie z.B. bei der Firma NOKIA.

3. ETF Blase -Blase²

Am 22.10.2020 waren zu 66% Aktien aus der USA im Produkt “iShares Core MSCI World UCITS ETF“. Für ein World ETF sind das zu viel USA Anteile. Eine USA-Krise würde diesen ETF in die Knie zwingen. Weil automatisch durch die Marktkapitalisierung die Firmen durch eine Krise in USA abgewertet werden würden und dadurch würde viele Firmen aus den USA im MSCI World rausfliegen und andere Aktien aus anderen Ländern wurden demgemäß nachgekauft werden. Das bedeutet, dass gerade Aktien mit einer hohen Marktkapitalisierung verkauft werden würde, welches negativ sich im Kurs ausdrücken würde.

Quelle BlackRock

4. ETF Blase -Japan Blase²

Wie Sie im unteren Bild sehen, war Japan 1990 gemäß dem Marktkapitalisierung am höchsten Punkt. Die Blase ist 1990 geplatzt und Japan befindet sich seit 1990 in einem Bärenmarkt. Der MSCI World beinhaltete 1990 ca. 40% japanische Unternehmen im Vergleich dazu am 22.10.2020 waren es nur noch 7%. In einem ETF der marktkapitalisiert gelistet wird, können vereinfacht Aktien gelistet sein, die zu aufgebläht sind.

Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Nikkei_225#/media/Datei:Nikkei_225(1970-).svg

5. ETF Blase -Währungsblase

Die Marktkapitalisierung wird in US-Dollar gemessen. Wenn eine andere Währung z.B. der Schweizer Franken massiv an Wert gewinnt, werden plötzlich Firmen aus der Schweiz im MSCI World höher vertreten sein. Bei einer starken Währungsabwertung würden die Firmen MSCI World rausfliegen.

6. ETF Blase -Gesetzesänderungen

Ein iShares ETF der in Irland geführt wird unterliegt den gesetzlichen und Steuerlichen Verpflichtung von Irland und damit Europa und zudem von BlackRock und den USA. Wenn z.B. die USA die ETF‘s nicht als Sondervermögen anerkennen wollen, dann hat man plötzlich ein Problem auch mit den deutschen oder japanischen Aktien im ETF. Was bedeutet eigentlich der Brexit für die zahlreichen ETF’s?

7. ETF Blase -Betrugswahrscheinlichkeit wird größer.

Der Wirecard Skandal hat erneut bewiesen, wie einfach ein Dax Unternehmen Betrug begehen kann. Wer garantiert, dass die ETF-Firmen tatsächlich die Aktien kaufen? Dies ist meiner Meinung nach nicht eindeutig bewiesen. Was wäre, wenn die ETFs ein großes Schneeballsystem wären? Es ist zwar unwahrscheinlich, jedoch nicht unmöglich.

8. ETF Blase -Unflexibel bei Krisen

Unflexibel bei Krisen! Was ist damit gemeint? z.B. Sie haben seit mehreren Jahren ETF’s im Depot und plötzlich haben wir eine Pandemie Covid-19. Die Kurse gehen runter, jedoch wollen Sie nicht verkaufen, da Sie sonst Ihre Gewinne versteuern müssten und da das langfristig gegen eine thesaurierende Anlagemethode spricht. Sie sind quasi gefangen und müssen die Kursverluste in Kauf nehmen, obwohl Sie die Lage richtig gedeutet hätten. z.B. Industriewerte, Energiewerte verkaufen und dafür IT-Aktien und Supermarktaktien kaufen. Mit einem MSCI World ist man in solchen Lagen unflexibel.   

9. ETF Blase -Passiv investieren geht nicht.

Da sich die Spielregeln ändern können, muss man sich auch nach dem Kauf ständig über ggf. Änderungen bezüglich der Produkteigenschaft des ETF informieren. Zudem ist es wichtig zu wissen wie sich die Marktkapitalisierung der Aktien und der geografischen Lage ändert. Natürlich darf man die Bewertung der Währung nicht außer Acht lassen.

Bei dieser Erfahrung habe ich folgende finanzielle Erkenntnis gelernt.

39. Ein ETF ist ein Produkt einer Firma. Man kauft nicht Aktien und besitzt daher nur ein Produkt einer Firma
40. Die ETF Kaufbedingungen z.B. (physikalischen ETF,  thesaurierender ETF) können sich nachträglich komplett ändern.
41. Passiv investieren mit ETF’s ist unmöglich. Man muss sich über die Produkteigenschaften des ETF ständig informieren, da sich diese und die Kaufbedingen ändern können.

Immobilienblase? Haben wir bald mehr Zwangsversteigerungen?

Ob wir aktuell eine Immobilienblase haben, möchte ich nicht bewerten. Hier geht es um die eventuellen Auswirkungen. Durch die positive Entwicklung des Immobilien Marktes in fast allen Regionen Deutschlands und gerade in den Ballungsgebieten, möchte man meinen, dass eine stätige Wertsteigerung von Immobilien schon Gesetz ist. Dem ist aber mit Nichten so. Es ist zwar aufgrund der Inflation unwahrscheinlicher, dass die Preise sinken, jedoch gibt es auch eine Deflation. Zeit und Boden kann man nicht vermehren, an sich müssten die Bodenpreise und damit die Immobilienpreise steigen, jedoch gibt es die Landflucht und den demographischen Wandel in Deutschland. Weniger Menschen bedeuten auch weniger Nachfrage in Deutschland für Immobilien und das wirkt sich natürlich auch auf die Immobilienpreise aus.

Covid-19 und Immobilien.

Es geschah schnell und war nicht vorhersehbar. Durch Covid-19 sind viele Menschen in Kurzarbeit oder sind sogar Arbeitslos geworden.  Z.T. können diese Menschen nichts für Ihre Lage. Diese Menschen kommen z.B. aus der Veranstaltungsbranche und haben viel und hart gearbeitet, dabei sogar gut verdienst. Andere haben eine hochwertige Ausbildung zum Pilot abgeschlossen und stehen z.T. kurz vor der Arbeitslosigkeit, da der Flugverkehr aufgrund von Corona stark zurück gegangen ist. Diese Menschen müssen jedoch trotzdem Ihre monatlichen Kosten für Immobilien bedienen.  Des Weiteren werden lokale Arbeitsgiganten ggf. schließen müssen und plötzlich wollen alle in der Nähe vom Arbeitsgiganten wegziehen und die Immobilienpreise sinken.

Was ist eine Beleihungssumme?

Der Darlehnsnehmer nimmt ein Darlehn in einer bestimmten Beleihungssumme von der Bank. Was heißt das? Der Darlehnsnehmer hat z.B. sein Haus auf 80% Beleihungswert aufgenommen. In anderen Worten der Darlehnsnehmer zahlt 100% für das Haus und die Bank gibt 80% vom Verkehrswert als Darlehn an den Darlehnsnehmer.  Die Bank hat als Sicherheit die Grundschuldverpflichtung vom Darlehnsnehmer. Beleihungssumme = Sicherheit der Bank.

Was passiert, wenn der Wert der Immobilie sich verringert?

Wenn die Beleihungssumme nicht des Immobilienverkehrswertes entspricht hat kurz gesagt, die Bank das Recht gemäß §490 BGB den Darlehnsvertrag zu kündigen.

§ 490 BGB – Außerordentliches Kündigungsrecht

(1) Wenn in den Vermögensverhältnissen des Darlehensnehmers oder in der Werthaltigkeit einer für das Darlehen gestellten Sicherheit eine wesentliche Verschlechterung eintritt oder einzutreten droht, durch die die Rückzahlung des Darlehens, auch unter Verwertung der Sicherheit, gefährdet wird, kann der Darlehensgeber den Darlehensvertrag vor Auszahlung des Darlehens im Zweifel stets, nach Auszahlung nur in der Regel fristlos kündigen.“

Bei dieser Erfahrung habe ich folgende finanzielle Erkenntnis gelernt.

33. Bei einem Darlehn muss die Sicherheit immer des Darlehnswertes entsprechen.
34. Immobilienpreise werden auch fallen.
35. Deflation kann auch schlecht sein.
36. Die Beleihungssumme sollte 60% vom Immobilienwert betragen.