Wie Sie mehr als 801€ bzw. 1602€ steuerfreie Dividenden kassieren können und das legal.

Bedeutung: Freistellungsauftrag und Abgeltungssteuer

Wer Aktien verkauft oder Dividenden kassiert erschafft Kapitalvermögen. Kapitalvermögen muss ab 801€ (ledig) bzw. 1602 (verheiratet) mit der Abgeltungssteuer versteuert werden. Diesen sogenannten Sparerpauschbetrag gibt es seit 2009.

Wie können Sie Dividenden kassieren und keine Abgeltungssteuer zahlen?

Sie müssen Firmen auswählen, die Ihre Dividenden aus speziellen Rücklagen auszahlen. Diese Dividenden erhalten Sie dann automatisch steuerfrei.

Welche Firmen zahlten im Jahre 2018, 2019 und 2020 ihre Dividenden steuerfrei aus?

FirmaKursgepl. DividendeRendite
3U Holding2,240,062,68%
7C Solarparken4,60,112,39%
Deutsche Post40,6851,373,37%
Deutsche Telekom15,1050,614,04%
DIC Asset13,740,684,95%
Edel2,180,14,59%
GEA Group29,680,822,76%
IVU Traffic19,050,180,94%
Mineralbrunnen Überkingen13,30,533,98%
QSC1,6780,031,79%
TLG Immobilien23,21,165,00%
Vonovia59,51,762,96%
Stand 01.01.2021.
Aufgrund der Historie könnte man davon ausgehen, dass diese Firmen auch für 2021 Ihre Dividenden steuerfrei auszahlen.

Worauf muss ich bei den steuerfreien Dividenden achten?

Sie zahlen bei Verkauf der Aktien rückwirkend die Steuer auf die zuvor steuerfreien Dividenden. Das hätte zufolge, dass Sie sogar bei Verkauf der Aktien kein Geld bekommen, sondern noch Geld zahlen müssten, falls Sie mehr Dividende ausgezahlt bekommen hätten, als der Wert der Aktien die Sie gerade verkaufen wollen.  In diesem speziellen Fall würde man einfach die Aktien weiter behalten.

Beispiel:
Sie haben die Aktie TLG Immobilien zum 01.01.2021 gekauft. Wir nehmen an Sie behalten diese Aktie und der Kurs würde nach 100 Jahren wieder auf 23,2€ sein und die Dividendenrendite würde 5% in den 100 Jahren betragen.

Parameter zur Rechnung:
Jahre = 100
Dividendenrendite = 5%
Dividendenhöhe pro Aktie = 1,16 €
Kurs = 23,2€
Abgeltungssteuer inklusive Soli: 26,375%


Rechnung: 100 Jahre x 1,16€ Dividende = 116€ Dividende pro Aktie in 100 Jahren erhalten.
Sie verkaufen nun eine Aktie.
Aktienkurs hat sich in diesem Beispiel nicht verändert. Sie müssen jetzt jedoch die Dividenden für die 100 Jahre beim Verkauf versteuern.
116€ x 26,375% = 30,595€ (Abgeltungssteuer für die erhalte Dividende für 100 Jahre)
Verkauf einer Aktie = 23,2€
Der Verkauf der Aktie ist geringer als die erhaltene Dividenden Sie müssen 7,395€ (30,595€-23,2€) zahlen.

Fazit
1. Einige Aktien zahlen Dividenden steuerfrei aus.
2. Beim Verkauf von Aktien die Dividenden steuerfrei auszahlen, können ggf. sogar den Wert der Aktien übersteigen. Dann erhält man beim Verkauf kein Geld, sondern muss sogar Geld zahlen.

Wie man Dividendenaktien nach zu zahlender Quellensteuer auswählt.

Hier beschreibe ich wonach ich meine Aktien auswähle, damit ich möglichst wenig Auslandssteuer  ( Quellensteuer) zahlen muss.

Was ist eine Quellensteuer?

Eine Quellensteuer ist die zu zahlende Auslandssteuer, an das Land wo die jeweilige Aktie gelistet ist.

Kann man die Quellensteuer anteilig zurückerhalten, wenn man auch deutsche Abgeltungssteuer zahlen muss?

Ja, dass geht bei einigen Ländern. Dazu müssen von den Ländern die jeweiligen Formulare ausgefüllt werden. Ich jedoch habe beschlossen, dass ich keine Aktien von Ländern halten werde, wo man Quellensteuer zahlt und zusätzlich die komplette Abgeltungssteuer. Ich habe nicht vor diverse Formulare von etlichen Ländern auszufüllen.

Welche Länder erheben keine Quellensteuer und Märkte in denen ich investieren würde?

Land
Brasilien
Irland
Großbritannien
Hong Kong
Liechtenstein
Singapur
Steuer
0%
0%
0%
0%
0%
0%
Währung
Real
Euro
Pfund
HK-Dollar
Euro
SG-Dollar

Welche Länder haben eine automatisierte Doppelsteuerabkommen, die automatisiert auf die Abgeltungssteuer angerechnet wird z.B. auf Dividenden?

Land
Australiern
Japan
Luxemburg
Niederlande
Russland
USA
Steuer
15%
15%
15%
15%
15%
15%
Währung
A-Dollar
Yen
Euro
Euro
Rubel
US-Dollar

Welche Länder besteuern den Verkauf der Aktiengewinnen nicht (Thesaurierende Strategie (ohne Dividenden))?

Land
Schweiz
Steuer
0%
Währung
Schweizer Franken

Steuerlich macht es hier Sinn kurz vor der Dividendenzahlung die Aktien zu verkaufen, um kurz nach der Dividendenzahlung die Aktie zu kaufen.
Dabei vermeidet man die Quellensteuer zu zahlen.

Welche Länder erheben keine Quellensteuer und sind Märkte in denen ich nicht investieren würde?

Land
Fiji
Guernsey
Lettland
Madagaskar
Malaysia
Mauritsius
Katar
St. Lucia
Uruguay
Zypern
Steuer
0%
0%
0%
0%
0%
0%
0%
0%
0%
0%
Währung
F-Dollar
G-Dollar
Euro
MAG
MYR
MUR
Katar-Riyal
XC-Dollar
UYU
Euro
Warum ich nicht investiere
umweltgeografische Gründe
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politische Gründe
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Bei dieser Erfahrung habe ich folgende finanzielle Erkenntnis gelernt.

37. Dividendenauszahlungen sollte von Aktien aus folgenden Ländern kommen:
0% = Brasilien, Irland, Großbritannien, Hong Kong, Liechtenstein, Singapur
15% =Australiern, Japan, Luxemburg, Niederlande, Russland oder USA
38. Aktien aus der Schweiz sollten bevorzugt keine Dividende auszahlen (35% Steuern).

Für o.a. angaben sind Meinungen und Erfahrungen und keine Beratung. Ich übernehme keine Haftung.
Quellenlink Link: https://taxsummaries.pwc.com/quick-charts/withholding-tax-wht-rates

Probleme mit Lebensversicherungen

Ich habe meinen Fond bei der Basler-Versicherung von aktiv auf passiv (ETF) umstellen lassen. Zudem wollte ich auch meine Versicherung bei der HDI von aktiv auf passiv umstellen lassen. Ich erkundete mich bei Basler-Versicherung, ob die Umstellung bereits stattgefunden hatte. Dabei teilte mir der Bearbeiter mit, dass dies nachträglich zu den Kursen vom vergangenen Monatsende geschehen würde. Das finde ich skurril und skandalös, da man nicht nachträglich einen ETF/Aktien kaufen kann.  So könnte man immer den Kunden betrügen, da es so nicht sichergestellt ist, dass man den tatsächlichen Kurs an den Kunden weitergibt.

Meine Absicht war es durch den Anruf festzustellen, ob es noch irgendwelche verstecken Kosten gibt. Der Bearbeiter teilte mir mit, dass man mir nicht mitteilen kann, wie viel monatlich von meinen 100% Sparsumme angelegt werden würde, da Kosten für die Lebensversicherung von meiner 100% Sparsumme abgehen würden.  Diese Kosten könne er mir nicht mitteilen, da ich einen Vertrag von vor 2005 habe und diese Kosten nicht gemäß Transparenzgesetz erstellt wurden. Das läutet mir nicht ein. Man muss schließlich wissen, wonach man die Kosten berechnet und der Kunde sollte wissen wofür er welche Leistungen erhält.

Ich werde bei der Versicherung nicht wissen, welche Sparsumme für die Rente übrig bleibt. Gemäß dem Bearbeiter müssen Versicherungen die Kosten nicht transparent darstellen, da das Versicherungstransparenzgesetz seit 2008 gilt und ich einen älteren Vertrag besitze. Dieser Vertrag fällt unter dem Betriebsgeheimnis der Versicherung. Selbst das Bundesaufsichtsamt für die Versicherungen würde keine Verträge vor 2008 gezeigt bekommen, da dies unter dem Betriebsgeheimnis fallen.

Die Basis von Versicherungen ist das Vertrauen vom Kunden. Mein Vertrauen ist nicht mehr vorhanden. Zudem möchte ich nicht das Emittentenrisiko tragen, falls diese Versicherung in den nächsten Jahrzehnten insolvent geht. Das Emittentenrisiko stellt für mich ein Klumpenrisiko dar, den die Fonds sind nicht Sondereigentum von mir bei der Versicherung, sondern ich habe nur einen Vertrag, dass die Versicherung in einen Fond für mich invertieren soll. Versicherungen sind kein Sondereigentum.

Urteil vom Bundesgerichtshof

Er teilte mir zudem mit, dass 0,5% Kosten entstehen, wenn ich meine ETFs zu einem anderen Depot übertragen lasse. Gemäß einem Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2004 (Az. XI ZR 200/03 und Az. XI ZR 49/04) dürfen Banken und Broker keine Gebühren verlangen, um ein Depot zu übertragen. Versicherungen sind nicht inkludiert.

Ich werde jetzt doch die Versicherung zur rechten Zeit kündigen (abhängig von den Kursen). Lieber zahle ich Abgeltungssteuer, als eine intransparente Versicherung ohne Sondereigentum zu besitzen.

Bei dieser Erfahrung habe ich folgende finanzielle Erkenntnis gelernt.

14. Kein Handel mit Unternehmen, den man nicht vertraut.
15. Emittentenrisiko nicht unterschätzen.
16. Kein Klumpenrisiko eingehen.
17. Kosten müssen transparent sein.
18. Handel nur wenn die Ware als Sondereigentum gilt.