II. Preferred Stock

Preferred Stock vs. Vorzugsaktien

Was ist ein Preferred Stock?

Der Begriff “Preferred Stock” bzw. “Preferred Shares” kommt aus englischen-Sprachraum und steht für “Vorzugsaktien”. “Preferred Stock” darf man jedoch nicht mit den normalen deutschen Vorzugsaktien gleichstellen. Daher werde ich in diesem Artikel den Begriff Preferred Stock für die US-Vorzugaktien verwenden und den Begriff Vorzugaktie für die deutsche Variante.

Deutsche Vorzugaktie

In Deutschland steht eine Vorzugsaktie für eine Aktie die kein Stimmrecht für die Hauptversammlung hat. Aus diesem Grund erhält die deutsche Vorzugsaktie in der Regel eine höhere Dividende. Sie ist auch bei einer Insolvenz vorrangig vor der Stammaktie zu entschädigen. Eine Stammaktie ist die normale Aktie, die auch ein Stimmrecht hat. Besonderen Sinn machen Vorzugaktien in einem ETF, da ein ETF-Besitzer keine Stimmabgabe bei einer Hauptversammlung hat. Der ETF-Anbieter z.B. Vanguard hat in Vertretung für den ETF-Besitzer die Stimmrechte der Aktien innerhalb des ETF’s.

Welche deutschen Vorzugsaktien gibt es?

Nach meiner Recherche gibt es folgende Vorzugsaktien. Keine Empfehlung zum Kauf!
Dabei ist mir aufgefallen, dass z.B. Henkel Stammaktien günstiger sind als die Vorzugsaktie. Bei Villeroy & Boch ist mir aufgefallen, dass es keine Stammaktie gibt, sondern nur die Vorzugsaktie.

  • Agrob Immobilien
  • Biotest
  • BMW
  • Ceconomy
  • Drägerwerk
  • Edding
  • Einhell Germany
  • Effecten-Spiegel
  • EUROKAI
  • Fuchs Petrolub
  • Henkel
  • Jungheinrich
  • KSB SE
  • Klepper Faltbootwerft
  • Klickown
  • MAN
  • Maschinenfabrik Berthold Hermle
  • Metro
  • Mineralbrunnen Ueberkingen-Teinach
  • Oekoworld
  • Palatium Real Esate
  • Porsche
  • Reederei Herbert Ekkenga
  • RWE
  • Sartorius
  • Schaeffler
  • Sixt
  • STO SE & CO KGAA
  • Villeroy & Boch
  • Volkswagen
  • Walter Bau
  • Westag & Getailit
  • WKM Terrain und Beteiligungs-AG

Preferred Stock

Ein Preferred Stock beinhalten die gleichen Eigenschaften wie eine deutsche Vorzugsaktie. Sie erhalten daher eine höhere Dividende, genießen einen Vorzug bei einer Insolvenz und haben keine Stimme bei der Hauptversammlung. Zudem gibt es den Unterschied, dass Preferred Stocks gekündigt werden können, denn eine Preferred Stock ist ähnlich zu sehen wie eine Unternehmensanleihe. Die Unternehmen können Preferred Stocks anbieten und erhalten dadurch Kapital.

Die Ausgabe einer US-Preferred Stock liegt bei 25$ (in der Regel). Preferred Stocks haben immer eine feste Laufzeit. Nach Ablauf können die Preferred Stocks gekündigt werden und man erhält den Ausgabepreis in Höhe von 25$ zurück. Das Unternehmen kann nach Ende der Laufzeit versuchen sich günstiger zu refinanzieren und die Preferred Stock zu kündigen.

Tipp: Man sollte keine Preferred Stock nach Ende der Laufzeit über 25$ kaufen, da man sonst bei einer Kündigung nur die 25$ zurück erhält.